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Interessanter Anlass in der Welt der Fahnen und Masten

9. September 2026 – Die Mitte Beromünster lud die anderen Michelsämter Ortsparteien zum traditionellen Kreiskomiteeanlass nach Neudorf ein. Gastgeber war das Familienunternehmen Aluart AG. Emiliana und Emanuel Wüest begrüssten die Mitte-Familie im Produktionsgebäude und gewährten den Teilnehmenden einen spannenden Einblick in die Produktion von Fahnen und Fahnenmasten. Die Symbolkraft von Fahnen und die Qualität der Schweizer Herstellung beeindruckten offensichtlich auch den Bundespräsidenten Guy Parmalin, der dieses Jahr auf dem Firmenareal seine offizielle 1.August-Rede gehalten hat.

Am 5. September begrüsste Co-Präsident Christian Galliker rund 30 Personen zum Die Mitte Anlass. Aus dem ganzen Michelsamt fanden engagierte Mitglieder den Weg nach Neudorf. Sie bereuten die Anreise nicht. Die Familie Wüest gab einen Einblick in ihr Unternehmen, das 1988 durch die Übernahme der Amrein Fahnen AG in die Produktion von Fahnen und Fahnenmasten eingestiegen ist. Die Aluart AG ist seit 1998 im Michelsamt zu Hause. Sie beschäftigt 700 Stellenprozente, davon eine Person in Ausbildung. Das heimische Unternehmen überzeugt mit der Qualität seiner Produkte Wiederverkäufer in der ganzen Schweiz. Die Fahnenmasten aus Neudorf stehen in Gärten von Hausbesitzern, vor Firmen- und öffentlichen Gebäuden sowie bei Grossverteilern. Selbst die FIFA setzt an der Fussball Weltmeisterschaft auf Produkte aus Neudorf.

Die Teilnehmenden konnten sich aber nicht nur von der Qualität, sondern auch vom Innovationsgeist des Unternehmens überzeugen lassen. So arbeitet die Firma mit der Hochschule Luzern zusammen Ein aktuelles Innosuisse-Projekt befasst sich beispielsweise mit der Entwicklung eines Dämpfungssysteme für Fahnenmasten. Schwingungen sollen dadurch besser aufgefangen werden und die Lebensdauer der Fahnenmasten verlängert werden. Auch in Sachen Energie geht die Aluart AG eigene Wege. Mit einer grossen Solaranlage und einem leistungsfähigen Batteriespeicher produziert das Unternehmen einen beträchtlichen Teil seines benötigten Stroms selbst. Darüber hinaus kann Strom für rund zehn Einfamilienhäuser ins Netz eingespeist werden.

Natürlich kamen auch die Herausforderungen zur Sprache, mit denen ein produzierendes Unternehmen im teuren Schweizer Umfeld konfrontiert ist. Wie bleibt man mit der Fertigung eines auf den ersten Blick einfachen Produkts konkurrenzfähig? Und wie geht man mit zunehmenden bürokratischen Anforderungen und teilweise sehr aufwendigen behördlichen Vorgaben um? Für die Unternehmerfamilie sind dies zentrale Fragen im täglichen Geschäft.

Für Die Mitte ist klar: Der Kanton Luzern muss mit seinen Rahmenbedingungen für Unternehmen und ihre Mitarbeitenden wettbewerbsfähig und attraktiv bleiben. Ebenso wichtig ist eine langfristig verlässliche Politik von Kanton und Gemeinden. Der Rundgang durch den Betrieb unterstrich denn auch ein zentrales Anliegen der Mitte: Für Unternehmen braucht es schlanke, effiziente und schnelle Verfahren.

Der anschliessende Apéro bot genügend Raum, um im persönlichen Gespräch das eine und andere Thema weiter zu vertiefen und den gemeindeübergreifenden Austausch zu pflegen. Ein herzlicher Dank gilt der Familie Wüest für den gewährten Einblick in die Welt der Fahnen und Fahnenmasten sowie der Gastfreundschaft.

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