Ja zum Neubau Primarschulhaus, Nein zur Zentralisierung
1. September 2025 – Der vorgeschlagene Planungsbericht Schulraumplanung wurde mit einer hohen Fachexpertise erstellt und schlägt bedeutende Massnahmen vor. Die Mitte Beromünster unterstützt den vorgeschlagenen Neubau des Primarschulhauses Beromünster. Die breit abgestützte Erarbeitung der Vernehmlassungs-antwort der Ortspartei zeigt jedoch, dass politisch eine Zentralisierung der Schulstandorte nicht erwünscht ist.
Die Mitte Beromünster nutzte den Sommer für die Erarbeitung einer breit abgestützten Vernehmlassungs-antwort zur Schulraumplanung. Gestützt auf die Ergebnisse einer Online-Befragung aller Mitglieder und Sympathisanten setzte sich der Vorstand vertieft mit den vorgeschlagenen Massnahmen auseinander.
Die Ortspartei stützt grundsätzlich den Vorschlag von Gemeinderat und Schulkommission aufgrund des Expertenberichts. Die vorgeschlagenen Massnahmen sind nachvollziehbar und gut begründet. Die politische Auseinandersetzung startet jedoch erst mit der Vernehmlassung. Wichtige Aspekte, wie die identitätsstiftende Wirkung und die ausserschulische Nutzung der einzelnen Schulstandorte sowie die Geschichte als Fusionsgemeinde, fliessen erst jetzt in die Diskussion ein und führen zu einer etwas differenzierteren Beurteilung.
«Ja» sagt Die Mitte zum Neubau des Primarschulhauses in Beromünster. Das alte Primarschulhaus Beromünster ist baulich kaum an die heutigen Anforderungen anzupassen. Eine Nutzung der aktuellen Schulräume ist unweigerlich mit Kompromissen verbunden. Da gleichzeitig zusätzlicher Raumbedarf entsteht, ist ein zeitgemässer und funktionsorientierter Neubau folgerichtig. Sorgen bereitet der Mitte Beromünster hingegen die Kumulierung von Grossprojekten und die damit verbundene Belastung der Gemeindefinanzen, vor diesem Hintergrund ist unbedingt eine zeitliche Staffelung der Projekte zu prüfen.
Die mittelfristig geplante Zusammenführung auf zwei Schulstandorte lehnt Die Mitte Beromünster ab. Insbesondere eine Schliessung des Aussenstandorts Schwarzenbach beurteilen wir sehr kritisch. Sie kann zwar aufgrund eines chronischen Klassen-Unterbestandes, von nicht besetzbaren Stellen für Lehrpersonen oder wegen unverhältnismässig hohen Investitionsbedarfs unvermeidbar werden. Die Zentralisierung darf aber nicht allein zur Vereinfachung der Schulorganisation angestrebt werden. Da sind der ausserschulische Nutzen des Schulstandorts für die Gemeinde Beromünster höher zu gewichten. Zudem bieten aus pädagogischer Sicht auch kleinere Schulstandorte verschiedene Vorteile.
